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F.Caprilli: (1868-1907): Die Erfindung von Schusswaffen machte auch eine grundlegend andere Ausbildung der in der Kavallerie eingesetzten Pferde notwendig. Ein militärischer Drill von als „vierbeinigen Soldaten“ fungierenden Pferden war mit dem Einsatz der Maschinenwaffen nicht mehr notwenig: Nun wurden andere Anforderungen an die Ausbildung der Pferde gestellt. Das erkannte der italienische Capitano Frederico Caprilli als einer der ersten und schlug einen völlig neuen Weg ein: Er trainierte die Kavallerie-Pferde so, dass sie selbständig Geländeformationen und Hindernisse überwinden konnten und den Soldaten nunmehr als unter allen Voraussetzungen wendiges und schnelles Fortbewegungsmittel dienten. In der Friedenszeit von 1871-1914 wurde das System Caprilli weltweit bekannt und viele Nationen sandten ihre fähigsten Reiter nach Tor di Quinto, einen der berühmtesten Ausbildungszentren der italienischen Kavallerie, um die neue Schule zu lernen. Bis 1939 war die Idee Caprillis die Basis für die Ausbildung des Gelände- und Springpferdes. Auch an der Kavallerieschule in Hannover wurde diese Methode gelehrt. Der zweite Weltkrieg zerstörte Tor di Quinto, und genauso geriet Caprillis geniale Idee beinahe in Vergessenheit bis sie vor einigen Jahren als pferdgerechte und schonende Springschule wieder neu entdeckt wurde.

Klassisch Barocke Dressur: Reiten als Kunst findet sich heute noch in Reinkultur in der Spanischen Hofreitschule in Wien oder im Cadre Noir in Saumur. Momentan erlebt die Klassische Reitkunst ihr glanzvolles Comeback: nicht alleine wegen der Vielseitigkeit der Ausbildung, sondern auch weil der kulturelle Aspekt und die anmutige Ästhetik dieser Schule einen ganz besonderen Reiz ausüben. Doch klassische Reitkunst ist mehr als detailgetreues Spiel mit historischen Kostümen: Dieser Ausbildungsweg ist bis heute unverändert aktuell, bis auf den Punkt durchdacht und erfordert jahrelange Disziplin und Bereitschaft. So gehen dem Ineinanderfließen der Lektionen viele geduldige Gymnastizierungsübungen voraus, und die scheinbare Reglosigkeit der Reiter ist keine Passivität, sondern Ausdruck höchster Körperbeherrschung. Entgegen einer viel verbreiteten Meinung ist diese Reitweise keineswegs eine Dömäne barocker Rassen – klassisch schön gehen kann jedes Pferd, und so ist es phantastisch zu sehen, wie vermeintlich wenig prädestinierte Pferde durch diese Ausbildung an Ausstrahlung und Leistungsfähigkeit gewinnen. Nicht die Lektion an sich zählt, sondern die Suche nach der Perfektion im Detail, die Kunst über sportliche Verdienste stellt.

Kompliment: Diese circensische Lektion, bei der das Pferd mit einem Bein kniet und das andere nach vorne ausgestreckt hat, kann mit und ohne Reiter ausgeführt werden. Aus dieser Position lässt sich später das „A genoux“ (Knien auf beiden Beinen), und weiter dann das Liegen und Sitzen des Pferdes entwickeln.

Leichter Sitz: Entwickelt aus den Lehren von Capitano Frederico Caprilli (1868-1907) definiert sich dieser Sitz aus stark verkürzten Bügeln und einem Fundament aus der Linie „Schulter, Knie, Wade und Bügeltritt“. Wörtlich genommen handelt es sich dabei eigentlich gar nicht mehr um einen „Sitz“, weil der Kontakt zum Sattel wie im Dressursitz, nicht mehr gegeben ist. Diese besondere Haltung ermöglicht dem Reiter, sich dynamisch der Bewegung des Pferdes anzupassen, über dem Sprung die Schultern tiefer zu bringen und die Hüfte zurückzunehmen, damit das Fundament erhalten bleibt. Eine ruhige und tiefe Hand, die auf dem Hals aufgestellt ist, ermöglicht das mühelose Geradehalten des Pferdes. Dieser Sitz wurde auch in der berühmten Kavallerieschule Hannover gelehrt, aus der weltbekannte Spring- und Geländereiter hervorgingen.

Spanischer Schritt: Der Spanische Schritt ist eine Übung, bei der das Pferd die beiden Vorderbeine abwechselnd ausdrucksvoll anhebt. Wichtig ist, dass ein gleichmäßiger Bewegungsfluss erhalten bleibt und keine Taktstörung auftritt. Die Lektion wird zuerst an der Hand erlernt und kann später auch unter dem Reiter gezeigt werden. Viele Pferde sind bei dieser Übung sehr engagiert und präsentieren stolz ihr Können.

TT.E.A.M. = Tellinton Touch Equine Awareness Method. Diese Methode wurde von der Kanadierin Linda Tellington-Jones entwickelt und basiert auf ihren Erfahrungen, dass ungewohnte Bewegungen und Berührungen mehr Bewusstsein (Awareness) für den eigenen Körper und das eigene Handeln bringen. Bekannt wurde dieser Ansatz durch entscheidende und vor allem nachhaltige Verbesserung bei Verhaltens- und Rittigkeitsproblemen. Was mit Pferden begann, wurde bald auch erfolgreich auf andere Tierarten übertragen und so wird TT.E.A.M auch die „Tellington Touch Every Animal Method“ genannt.

TTouch: Der Tellington TTouch – ist eine meist kreisförmige Bewegung mit den Fingern und Händen am ganzen Pferdekörper. Die Intention dabei ist die Funktionalität der Körperzellen zu aktivieren. Bei der Kombination von bestimmten Touches, Hebern und Bewegungsübungen, hilft die Arbeit mit dem TTouch Spannungen loszulassen und das Körperbewusstsein zu steigern. Die Pferde können dann leichter lernen und alte Verhaltensmuster ändern.

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